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Die Musikgruppe »Muhabbat Carawane«, in der Mitte Mitglied Hassam Dyck, begleitete die Abschlussfeier des Abrahamsfests mit mystischer Musik. Zu den Initiatoren der Veranstaltung zählten Paul Yuval Adam (von links), Yavuz Kaya, Brigitte Maske, Claudia Hülsenbeck und Cefli Ademi. Foto: Westfalen-Blatt / Stefan Biestmann

»Menschen haben ihre Herzen geöffnet«

Erfreuliche Bilanz zum Abschluss des Abrahamsfests

Bielefeld (sb). Das zweite Bielefelder Abrahamsfest ist Geschichte. Mehr als 100 Menschen nahmen jetzt an der Abschlussfeier im Historischen Saal der Volkshochschule im Ravensberger Park teil.

Fast sieben Wochen lang haben Christen, Muslime und Juden gemeinsam gefeiert und sich bei verschiedenen Vorträgen, Besuchen und Konzerten noch näher kennengelernt.

Mitorganisator Cefli Ademi (Bündnis Islamischer Gemeinden) stellt zufrieden fest, dass sich im Vergleich zum ersten Abrahamsfest im Jahr 2008 noch mehr Menschen aktiv an den Veranstaltungen beteiligt hätten.

»Ich habe viele neue Gesichter gesehen. Das hat mich sehr gefreut«, sagt er. Nun hoffe er darauf, dass die Teilnehmer die vielen Erkenntnisse und Gedanken »nach außen tragen«. Ein Ziel des Abrahamsfests war auch, die Integration in der Stadt weiter zu stärken. »Und Integration beruht schließlich auf Gegenseitigkeit«, sagt Mitorganisatorin Claudia Hülsenbeck. Deshalb seien gerade die Begegnungen zwischen Kirchen und Moscheegemeinden so bedeutend gewesen.

Mitinitiatorin Brigitte Maske macht klar, dass die vielen Kooperationspartner zum Erfolg des Abrahamsfests beigetragen hätten. Sie lobt unter anderem die Unterstützung durch die Stadt, das Theater und die Volkshochschule. Der ehemalige NRW-Integrationsminister Armin Laschet war der prominenteste Gast der Veranstaltung. Auf besonders großes Interesse stieß auch der Auftritt des Bielefelder Saxophon-Duos »Leptophonics«.

Eine Neuauflage des Abrahamsfests wird es frühestens 2014 geben, stellt Brigitte Maske klar. »Jedes Jahr ist so ein Projekt nicht zu stemmen.« Sie wünscht sich, dass sich künftig noch mehr jüngere Menschen engagieren, um den Trialog zwischen Juden, Christen und Muslimen weiter zu stärken. Melika Mansuri (Bündnis Islamischer Gemeinden) weiß, welch positive Effekte das Abrahamsfest mit sich gebracht hat: »Wir haben gesehen, wie viele Menschen ihre Herzen und Türen geöffnet haben.«



© 2011 Westfalen-Blatt, Samstag, 16. April 2011

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© Bielefelder Abrahamsfest 2011